Nun ist es aber an der Zeit, von unserer Heimkehr zu erzählen, mittlerweile liegt schon wieder eine Woche Schikurs hinter mir... aber zurück nach Bombay, ins Welcome Hotel:
Das Frühstück ist im Preis inbegriffen und wird aufs Zimmer serviert. Wir packen unsere überflüssig gewordene Wäsche, die Tuchentüberzieher, Handtücher und restlichen Feuerzeuge in ein Plastiksackerl und schicken uns an, sie draußen zu verteilen. Kaum stehen wir auf der Straße, ist schon eine Bettlerin bei uns und nimmt das ganze Paket an sich. So schnell könen wir gar nicht reagieren. Übrigens, Kathis Buch war auch drin. Wer weiß, wer jetzt gerade auf Deutsch über Indien liest?
Dhaba Wallahs sind momentan am Victoria Terminus keine zu finden. Ich hätte gerne dieses Essensausträgersystem fotografiert. Die Dhaba Wallahs holen Essensbehälter von den Wohnungen ab, liefern sie dem Ehemann ins Büro und bringen die Gefäße nachmittags wieder zurück, und keines landet am falschen Platz - das ist Meisterschaft in Logistik!
Okay, wir schlendern zurück, packen unsere Koffer und um 10:30 Uhr steht schon ein Taxi bereit. Auf die Frage nach dem Taxameter zuckt er nur mit den Schultern, ich entdecke es abgedeckt auf der Konsole.
Die Abschiedsfahrt zeigt uns noch einmal die vielen Facetten von Bombay, dass nun eigentlich Mumbai heißt, von den Indern aber nach wie vor Bombay genannt wird. Wir fotografieren die Feuerwehr, das Ausräuchern von Unterführungen, Wolkenkratzer über Slums, den Verkehr, die riesigen Werbeplakate, Wohnen am Gehsteig u.v.a.
Nach einigen Sicherheitskontrollen dürfen wir einchecken - auf einem Fensterplatz in der vorletzten Reihe.
Beim Starten bringt das nicht viel, die Maschine fleigt sofort übers Meer. Erst mit dem Auftauchen der Küste (Pakistan oder vielleicht schon Iran) wird´s wieder interessant. Die Wellen des Meeres scheinen sich in Stein fortzusetzen, ein Gebirgszug nach dem anderen, dazwischen eine karge Landschaft, erstreckt sich stundenlang unter uns.
Gegenwind bedeutet eine Stunde mehr Flugzeit, es wird wieder spannend - wir haben nur eine gute Stunde Zeit zum Umsteigen in London, und in München warten Gabi und Hartmut auf uns.
Außerdem, wurden diesmal die Zeitzonen richtig berechnet - Es ist mittlerweile 23:00 Uhr Indian Time, d.h. 17:30 Uhr London Time, 18:30 Uhr MEZ, oder?
Nach einem atemberaubenden Anflug über die Lichter Londons sind wir doch früher als angekündigt in Heathrow und der Weiterflug verzögert sich auch noch um eine halbe Stunde, also genug Zeit. Eine klapprige British Airways Maschine fliegt uns nach München, Hartmut und Gabi bilden das Empfangskomitee und bringen uns sicher nach Kärnten. Herzlichen Dank für diesen Freundschaftsdienst! Um 2:00 Uhr MEZ fallen wir todmüde in unsere Betten.